Krabbenkamp

Der Krabbenkamp war jahrzehntelang ein Streitobjekt zwischen den verschiedenen angrenzenden Gemeinden. Regina Litzba und Hans-Peter Bünger berichten:

Bis zur kommunalen Neuordnung im Jahre 1974 war die Gemeinde Schönningstedt die flächenmäßig größte Landgemeinde Schleswig-Holsteins. Das rührte daher, dass viele kleine und kleinste Ortsteile zur Gemeinde gehörten: als da sind Neuschönningstedt als der bevölkerungsmäßig größte Teil, dann Ohe, Schönau, Sachsenwaldau, auch Büchsenschinken und Hahnenkoppel, dazu Mühlenbek, Burgstall und Silk, der Ihnenpark und der Krabbenkamp

Krabbenkamp ist einer der jüngsten Stadtteile Reinbeks. Die Insellage zwischen Billebogen und Bahnlinie erforderte eine besondere Planung, die erst richtig beginnen konnte, nachdem ein Jahrzehnte andauernder Streit zwischen den Gemeinden Schönningstedt und Aumühle sowie Wohltorf im Oktober 1975 vom Bundesverwaltungsgericht endgültig gerichtlich entschieden wurde.

Ortseingang Krabbenkamp, Reinbek (August 1981). © Frau Olga via Wikimedia Commons (2017).

Seit 1947 gab es Streit und unterschiedliche Bebauungspläne. In den 1950er Jahren plante die „Neue Heimat”, die das Gebiet käuflich erworben hatte, eine Großsiedlung mit etwa 1.000 Wohneinheiten. Diese Pläne wurden von Kreis und Land abgelehnt und man reduzierte die Anzahl der Wohneinheiten auf etwa 250. Erst im Frühjahr 1979 konnten die ersten Familien ihre neuen Häuser beziehen.

Der Name Krabbenkamp erscheint erstmals in einer Flurkarte von 1777, vielleicht benannt nach den zahlreichen Engerlingen — niederdeutsch Krabben — im Boden des damaligen Teils der Hammer Heide. Die offizielle Namensgebung des Stadtteils erfolgte 1977.

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